Friday, November 13, 2009

Herbstfreuden

Ich weiss, ich muesste mich mal wieder schreibtechnisch betaetigen, hat sich doch schon laenger nichts mehr getan hier. Leider gibt es nur nicht viel zu berichten. Jobmaessig hat sich noch nicht viel getan und normalerweise haette ich damit keine Probleme, gibt es doch viel in Vancouver zu entdecken und zu fotografieren. Nur leider Gottes macht mir das Wetter staendig einen Strich durch die Rechnung und zwingt mich, zu Hause zu bleiben. Dort sitze ich dann meist vor meinem Rechner und erledige die Sachen, die ich mir schon so lange vorgenommen, aber nie Zeit zur Realisierung hatte. So erfreue ich mich momentan einer sehr ordentlichen i-Tunes Bibliothek, habe endlich Zeit, verpasste Fernsehserien zu schauen oder beschaeftige mich mit Lehrfilmen und anderem Kram, um noch besser mit meiner Fotosoftware umgehen zu koennen. Wenns dann das Wetter mal zulaesst, schnappe ich mir sofort meine Kamera und gehe auf Entdeckungstouren, damit mir die Decke nicht auf den Kopf faellt. Momentan ist die richtige Zeit dafuer, schliesslich herbstet es in Vancouver und die Farbprachtist genial! Ein zweiter Vancouver Ordner wurde bei Picasa bereits eingeweiht und wird hoffentlich in den naechsten Wochen noch fleissig gefuellt.

Jede Woche einmal treffe ich mich mit ein paar anderen Deutschen zum gemeinsamen Fruehstueck und/oder Bierchen am Abend, um uns gegenseitig Mut bei der Jobsuche zuzusprechen und um einfach mal wieder herzhaft zu lachen. Den ganz normalen Wahnsinn bei IKEA habe ich uebrigens auch schon miterlebt und war ganz stolz auf mich, da sich meine Einkaeufe auf ein minimales Mass beschraenkten (und es war auch nur eine einzige Kerze dabei!). Auf den obligatorischen hotdog hatte ich mich sehr gefreut, wurde aber von der Schlichtheit etwas enttaeuscht - keine Zwiebeln oder Gurken, einfach nur Senf oder Ketchup - da fehlte einfach was!

So, das wars auch schon wieder. Wie gesagt, es geht mir gut, ich lass den Kopf nicht haengen und man muss kein/nicht viel Geld ausgeben, um Vancouver zu geniessen.

Saturday, October 31, 2009

Happy Halloween

Wer den ganzen Trubel um Halloween schon in Deutschland nicht verstehen kann und dem ganzen am Liebsten entfliehen moechte, sollte sich Ende Oktober auf keinen Fall in Nordamerika (und generell in Amerika) aufhalten, denn hier spielen sie alle total verrueckt!

Die Verkleidung spielt eine wichtige Rolle zu Halloween und so sieht man so einiges kurioses. Verkleidete Kinder sind dabei keine Besonderheit, koennen sie sich doch nicht wirklich gegen ihre Eltern wehren und meist moegen sie das Ganze ja auch. Kleinwuechsiges Gemuese (Kuerbisse, Gurken, Aepfel, Rueben,....), allerlei Tierisches (Kuecken, Katzen, Hunde, Baeren,....), Zauberhaftes (Feen, Prinzessinnen, Vampire, Hexen,....) und noch vieles mehr ist mir heute ueber den Weg gelaufen. Besonders beliebt unter den Einwohnern scheint es zu sein, seine Vierbeiner zu verkleiden und das gilt fuer Hunde aller Groesse und Formen, wie gestern abend gesehen in einem Tiergeschaeft, vor dem Hundebesitzer mit ihren Lieblingen Schlange standen, um ein Kostuem zu erstehen. Bei meinem heutigen Samstag Spaziergang rannten etliche in Superman, Spiderman oder andere Heldenkostueme gekleidete Hunde an mir vorbei.

Halloween Dekoration ist auch fuer uns Deutsche nichts Aussergewoehnliches, nimmt dieser Brauch doch auch in Deutschland jedes Jahr zu, ist aber auch wieder nicht mit dem Aufwand zu vergleichen, der hier in Kanada betrieben wird. Shop Dekoration beschraenkt sich dabei nicht nur auf die Ladeneinrichtung, sondern auch auf die Verkaeufter. Besonders 'angetan' war ich von einem Verkaeufer mit sehr interessanter Gesichtsbemalung, die einer klaffenden eiternden Wunde entsprach. Nun ja, wems gefaellt.

Am meisten ueberrascht war ich gestern, als ich mal kurz bei meiner Bank vorbeischaute, denn selbst dort hatten die Mitarbeiter zwar keine Kostueme und Gesichtsbemalung, aber die obligatorischen und sehr beliebten Teufelshoerner auf dem Kopf der Rezeptionistin durften auch hier nicht fehlen. Undenkbar fuer eine deutsche Bank!

Fuer alle die, die mit all diesen Feiertagen nicht wirklich was anfangen koennen, habe ich mal schnell bei Wikipedia nachgelesen, was oder wen wir da eigentlich ehren:

Reformationstag 31.10.: wird von evangelischen Christen in Deutschland im Gedenken an die Reformation der Kirche durch Martin Luther gefeiert.

Allerheiligen 01.11.: traditionell wird der Gemeinschaft der Heiligen gedacht, das heißt all derer, die – nach christlichem Glauben – das ewige Leben erlangt haben.

Das wars auch schon wieder fuer die heutige Lehrstunde. Ich wuensche Euch ein allen ein Happy Halloween und seid froh, dass bei Euch keine verkleideten Kinder an der Tuer klingeln und nach Suessigkeiten fragen, oder mit boesen Streichen drohen (trick or treat)!

Thursday, October 29, 2009

von Beruf Reisende....

Hach, wie die Zeit vergeht und der letzte Beitrag liegt schon wieder ein paar Wochen zurueck. Deswegen moechte ich Euch kurz auf den aktuellen Stand der Geschehnisse bringen. Die letzten beiden Wochen war ich fast ausschliesslich mit meinem Sicherheitskurs fuer den Olympia Job beschaeftigt und habe teilweise recht langweilige Vorlesungen besucht und anschliessend das Beamten-Englisch in alltagsgerechtes Englisch uebersetzt, das Kursmaterial aufgearbeitet, uns aufgegebene Hausaufgaben erledigt und fuer den Test gelernt, den es letzten Samstag zu bewaeltigen gab. Denn auch wenn ich den Job zwar bereits habe, so ist das Bestehen des Tests und das Erlangen der Sicherheitslizenz eine der wichtigsten Voraussetzungen fuer ein Fortbestehen des Arbeitsvertrages. Denn, ohne Lizenz keine Supervisor Position.

Der Test an sich stellte keine allzugrosse Herausforderung da, weil wir alle wie die Weltmeister gelernt hatten, aber manche Formulierungen waren absichtlich zweideutig gewaehlt, um es uns nicht zu einfach zu machen. Ein Testergebnis habe ich noch nicht vorliegen, habe aber heute mit ihnen gesprochen und mir wurde versichert, dass uns die Ergebnisse sowieso nicht mitgeteilt werden. Erhaelt man eine Email mit den Terminen fuer das weitere Training kann man das als Wink mit dem Zaunpfahl verstehen, dass man die Pruefung bestanden hat.

Auf einer Jobmesse war ich zwischendurch auch, aber aufgrund der Menge der Bewerber und der limitierten Anzahl an Jobs mache ich mir keine allzugrossen Hoffnungen auf einen Job. Naja, weitersuchen heisst die Devise!

Nach meiner Pruefung am Sonntag genoss ich sofort meine neuerlangte Freiheit, schnappte mir meine Kamera und lief mal wieder knipsend durch die Gegend. Das hatte ich vermisst! Und es herbstet in Vancouver; gefallenes Laub, bunt eingefaerbte Baeume und ein wolkenverhangener Himmel - was will man mehr? Fotos gibts bei Picasa.

Ach und nochwas, vor ein paar Tagen hatte ich mein 4-jaehriges Reise Jubilaeum. Am 25.10.2005 bin ich nach Neuseeland aufgebrochen und war mit Ausnahme zweier Heimaturlaube staendig auf Achse. Habe mich von Fesseln in Deutschland geloest, die Freiheit gefunden und lieben gelernt. Habe ausserdem mein Herz an Neuseeland verloren und weiss noch immer, dass dies das Land ist, in welchem ich alt werden moechte. Es ist an der Zeit, wieder 'nach Hause' zu kehren.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge, liebe Gruesse nach Hause!

Eure Katja

Wednesday, October 7, 2009

kanadische Gelassenheit auf Vancouver Island

Auf meiner Reise durch Neuseeland im Jahre 2006 traf ich mehrmals auf Amy, mit der ich seit dieser Zeit in Kontakt geblieben war. Nun war es an der Zeit, sie in ihrer Heimatstadt Nanaimo, wo sie zur Uni geht, zu besuchen. Nanaimo liegt auf Vancouver Island, welches mit der Faehre in weniger als 2 Stunden zu erreichen ist. Dabei gibt es zwei verschiedene Moeglichkeiten: entweder Nanaimo oder Victoria, die Provinzhauptstadt von British Columbia. Die Faehre nach Nanaimo faehrt von Horseshoe Bay, ca. 1 Stunde noerdlich von Vancouver, die Faehre nach Victoria von Tsawwassen, was 1 Stunde suedlich von Vancouver liegt.

Da Amy am Sonntag arbeiten musste, war der Samstag fuer den Besuch in Nanaimo eingeplant und somit nahm ich die Faehre von Horseshoe Bay. An Board der Faehre gibt es uebrigens ein reichhaltiges Angebot an Speisen und Getraenken, sodass die meisten der Fahrgaeste ihre Zeit mit Essen zubrachten. Ich hingegen genoss den Ausblick auf die vielen Inseln, die hohen Berge auf dem Festland, das immer kleiner werdende Vancouver und natuerlich das viele Nass, welches uns umgab. Amy holte mich in Nanaimo ab und nach einem kleinen Abstecher zu ihrer Wohnung, wo wir mein Gepaeck abluden und ihren Freund Neil abholten, gings auch schon wieder weiter auf Entdeckungstour. Die Zwei zeigten mir alles, was es in Nanaimo zu sehen gibt und da Neil ebenfalls begeisterter Fotograf ist, wurden die locations auch gerade wegen ihrer Fotografierbarkeit ausgewaehlt. Es ging durch Parks und entlang der malerischen Waterfront, wo die vielen kleinen Fischerboote vor Anker liegen und zahlreiche Inukshuk mit Hilfe herumliegender Steine gebaut wurden. Am Abend ging es dann noch mit Stativ an den Lantzville Beach, wo wir einen wunderschoenen Sonnenuntergang beobachteten und natuerlich auch fotografisch festhielten.

Am Sonntag brachte mich Amy zur Greyhound Bushaltestelle, wo sich puenktlich 10.30 Uhr mein Bus in Richtung Tofino in Bewegung setzte. Tofino liegt an der Westkueste von Vancouver Island waehrend Nanaimo im Osten liegt; der Bus durchquert somit die gesamte Insel. Landschaftlich erinnerte mich diese Busfahrt stark an Neuseeland und oftmals war ich gedanklich auf die Strasse nach Milford Sound zurueck versetzt; zahlreiche Seen am Strassenrand, begrenzt von hohen Bergen und ueppigen Waeldern, eine enge und kurvige Strasse, die dringend an der ein oder anderen Stelle Reparaturen ueber sich ergehen lassen muesste und das alles in einem schaukelndem Bus, der bei einigen Anstiegen mit bruellendem Motor arg zu kaempfen hat. Ach ja, die Nostalgie! Nach etwa halber Strecke gabs in Port Alberni eine halbstuendige Toilettenpause (es ist hier uebrigens verpoehnt, nach den toilets zu fragen, die Kanadier nennen das wash- oder restrooms = Waschraeume und eine richtige Uebersetzung fuer restrooms gibt’s eigentlich gar nicht, weil man sich dort ja nicht ausruht…) und dann gings nach Tofino. Dort am Nachmittag angelangt, deponierte ich mein Gepaeck im HI hostel Whalers on the point (Rezeption war gerade unbesetzt) und erkundete die kleine Stadt mit meiner Kamera. Tofino ist ein gemuetliches kleines Surfer Paradies und Ausgangspunkt fuer viele Ausfluege (Tierbeobachtungen wie zum Beispiel Wale, Baeren und Seevoegel) und ausserdem scheint es Alterswohnsitz vieler Kuenstler zu sein, sieht man doch ueberall Gallerien, in denen es vorallem First Nations Kunst zu begutachten gibt (First Nations ist eine von vielen Bezeichnungen fuer die Ureinwohner Nordamerikas). Den Tag lies ich ruhig ausklingen und stand am naechsten Morgen wieder frueh auf der Matte, schliesslich sollte es am Montag nach Victoria gehen.

Greyhound war mal wieder fuer meine Befoerderung zustaendig und falls sich jemand beim Buchen eines Transportunternehmens nicht so richtig fuer Greyhound oder Tofino Island Express entscheiden kann, lasst Euch eins gesagt sein; das ist gehuepft wie gesprungen, man wird sowieso auf die Busse aufgeteilt, wie es organisatorisch gerade passt. Erste Etappe war wieder Port Alberni und ich glaube im Bus sassen zu 80% Deutsche! Wir wurden spaeter auf einen kleineren Express Bus nach Victoria verwiesen, was uns einige Zeit einsparte, da der andere Bus wieder nach Nanaimo faehrt und dort ne ganze Stunde Pause macht. Der Express Bus fuhr ausser eines Toiletten Stops durch und setzte mich gegen 15.30 Uhr sogar direkt vorm HI Victoria ab, wo ich eincheckte und sofort wieder loszog, um die Stadt zu erkunden. Zur goldenen Stunde fotografierte ich an der Waterfront wie ne Bekloppte und nachdem ich noch ne Kleinigkeit gegessen hatte, gings ins hostel. Normalerweise bin ich vom HI Standard (hostelling international, gleichzusetzen mit unseren Jugendherbergen oder YHA in Neuseeland und Australien) ueberzeugt und damit zufrieden, aber dieses Hotel ist scheusslich und dort werde ich auf keinen Fall noch einmal eine Nacht verbringen, sollte es mich nochmal nach Victoria verschlagen! Zu allererst gibt es keine Schluessel fuer die Zimmer, was mich verwunderte, sich allerdings erklaerte, nachdem ich die Zimmer gesehen hatte. Es handelt sich um mehrere Durchgangs – Mehrbettzimmer und schlaeft man im ersten Zimmer hat man ganz eindeutig die Verliererkarte gezogen, denn jeder latscht an deinem Bett vorbei! Ich schlief im Bett mit der Nummer 9 und ich glaube so ingesamt waren in den zwei miteinander verbundenen Zimmern 16 Betten! Jeder hat sein eigenes Schliessfach und das sollte man bei sovielen Leuten auch nutzen, aber es gibt kaum Steckdosen und nur ein Licht fuer den gesamten Raum; einzelne Bettlichter wuerden das Leben der 16 Leute um einiges einfacher machen! Wie soll man bitte wissen, ob man bei 15 anderen der letzte ist, oder ob da noch jemand kommt und man das Licht anlassen soll? Im Bett neben mir schlief eine aeltere Frau und saegte die gesamte Nacht lang Holz und das Maedel ueber mir (sind ja Doppelstockbetten) waelzte sich stundenlang durch die Gegend und schaukelte das Bett hin und her – ich hatte die Schnauze voll und wartete nur darauf, dass es endlich Morgen werden wuerde!

Ich haette zwar noch einige zusaetzliche Stunden in Victoria verbringen koennen, aber ich wusste nicht so recht, wohin mit meinem Gepaeck und beim hostel wollte ich nach all diesen negativen Erlebnissen gar nicht erst nachfragen und so entschied ich mich fuer eine recht fruehe Faehr Fahrt zurueck nach Vancouver. Auch in Victoria faehrt man ungefaehr eine Stunde nach Swartz Bay, wo die Faehre ablegt und so sass ich kurz nach 9 Uhr bereits im Bus fuer die 11 Uhr Faehre. Diesmal suchte ich einen der zahlreichen Business Plaetze, wo man einen kleinen Schreibtisch Platz inklusive Stromanschluss, Licht und auch Internet bekommt (keine Ahnung, ob das Internet funktioniert, man braucht dafuer noch ein altertuemliches Kabel und wer traegt das heutzutage noch mit sich rum?) und dort schrieb ich den Eintrag, den Ihr gerade lest.

Zurueck in Vancouver ich zog ganz offiziell in mein neues Apartment ein und war den Rest des Abends mit dem Auspacken meines Koffers beschaeftigt.

Friday, October 2, 2009

muehsam ernaerht sich das Eichhoernchen

Nach laengerer Pause moechte ich mich mal wieder zu Wort melden. Die Anzahl der Beitraege hat sichtlich nachgelassen und der ein oder andere mag sich vielleicht fragen, woran das liegt. Nun, keine Bange, mir gehts gut, nur habe ich das Entdecken Vancouvers etwas eingeschraenkt, um der Jobsuche meine volle Aufmerksamkeit zu schenken. Das stellt sich als schwieriger heraus, als ich gedacht hatte und glaubt mir, ich bin bereits mit einer sehr skeptischen Einstellung bezueglich Jobaussichten nach Vancouver gekommen. Aber hier scheint momentan gar nichts zu gehen und die Massen an internationalen Reisenden, meist Backpacker wie ich, tragen nicht gerade zur Besserung der Situation bei, da sie alle nach Jobs suchen. Extrem viele Deutsche sind auch hier. Irgendwie scheint es momentan alles keinen Sinn zu machen. Generell sagen alle, dass die Hauptsaison vorbei sei und deshalb eher Stellen abgebaut wuerden. Allerdings steht der Winter vor der Tuer und jedes Jahr kommen wahnsinnig viele Leute zum Skifahren nach Kanada. Gut, Ski faehrt man nicht in Vancouver, das macht man in den Skigebieten weiter im Norden, aber der Durchschnitsstourist kommt doch sicher auch ein paar Tage nach Vancouver, um sich die Stadt anzuschauen, Hotels duerften also bald gut ausgelastet sein. Und waerend Olympia naechstes Jahr duerfte es schwierig sein, irgendwo ein Hotelbett zu bekommen. Meine Logik ist also, dass eigentlich Leute eingestellt werden muessten.

Nervig finde ich, dass man auf seine Bewerbungen oftmals keine Antwort erhaelt und wenn man Antwort bekommt, wird man sofort vorgewarnt, dass man nur dann nochmal angeschrieben wird, wenn man fuer ein Interview auserwaehlt wurde. Meine Strategie habe ich versucht zu aendern und bin mit meinem Lebenslauf in die Hotels reinmarschiert, aber auch dort wird man abgewimmelt und gar nicht zur entsprechenden Person vorgelassen und man muss seinen Lebenslauf bei der Rezeption abgeben.

Nach zig Bewerbungen und null Antworten brauchte ich endlich mal ein Erfolgserlebnis und nachdem ich mich mit einem Deutschen unterhalten hatte, der einen Job bei Contemporary Security Canada bekommen hatte, machte ich mich auch auf den Weg dorthin. Diese Firma ist fuer die gesamte Sicherheit bei den Olympischen Spielen verantwortlich und sucht knapp 7000 Leute fuer Eintrittskontrolle, Durchleuchten der Taschen usw. Da ich wusste, dass man erstens das Interview am gleichen Tag hat und die Interviews in Gruppen gefuehrt werden und ich mir recht gute Chancen einraeumte, setzte ich alles auf eine Karte und bewarb mich auf eine Supervisor (Aufseher) Position und bekam die Stelle! Die Stelle ist zwar leider nur fuer den Zeitraum der Spiele, also von Mitte Januar bis Mitte Maerz, aber nichtsdestotrotz wird es eine tolle Erfahrung sein und im Lebenslauf sieht so was auch immer gut aus. Ausserdem erfordert der Job eine ganze Menge Training und Einarbeitung und diese Zeit wird auch bezahlt.

Ich freue mich ungemein auf diese Herausforderung und kann nun endlich mal wieder zeigen, was in mir steckt! Wer wird da nun eigentlich beaufsichtigt? Die Screener und X-Ray-Operator, also die Leute, die die Zuschauer nach unerlaubten Gegenstaenden abtasten und die Taschen durchleuchten (aehnlich wie auf dem Flughafen). Diese Personen unterstehen den Supervisoren und diese dem Manager des Veranstaltungsortes und der oertlichen Polizei. Das Training beginnt jetzt im Oktober und einen Test muss ich auch absolvieren, aber da mach ich mir keine Sorgen, das schaff ich schon!

Ich suche natuerlich weiter nach Arbeit fuer die Zeit bis Dezember/Mitte Januar und da es in Hotels wie schon beschrieben schlecht aussieht, wuerde ich auch irgendwo im Laden Jeans verkaufen. Ist mir eigentlich egal, so lange die Miete gedeckt ist.

Und da sind wir schon beim naechsten Thema. Eigentlich wollte ich mit der Wohnungssuche erst beginnen, wenn ich einen Job gefunden habe, da es auch haette sein koennen, dass mich der Job woanders als nach Vancouver verschlaegt. Da mir das hostel Leben aber inzwischen schon maechtig auf den Zeiger geht und es auf Dauer auch zu teuer wird, entschloss ich mich sehr spontan eines Morgens, mal nach Wohunungen zu schauen. Uebers Internet fiel mein Augenmerk auf eine Wohnung gleich in der Naehe und ich rief an und verabredete eine Besichtigung. Am Abend hatte ich dann die Zusage, dass ich einziehen koennte. So schnell kanns manchmal gehen! Die Wohnung ist super gelegen (nichtmal 5 Minuten runter zum Strand und nochmal 5 Minuten in den Stanley Park) und meine Mitbewohnerin (und ihre 3 besten Freunde, die sie als ihre Familie bezeichnet) ist aus Mexico, so dass ich gleich noch mein Spanisch auffrischen kann. Meinen deposit (so ne Art Kaution) habe ich am Donnerstag bezahlt und am Freitag stellte ich meinen Koffer in der Wohnung unter, da ich am Wochenende nach Vancouver Island fahren werde und nicht alles mitschleppen wollte. Wenn ich am Dienstag wiederkomme, werde ich offiziell einziehen, mich beim Vermieter vorstellen, einen Schluessel bekommen und meine Ruhe haben. Die Wohnung ist recht klein, aber total gemuetlich und superschoen eingerichtet und die Lage sowohl der Preis sind der Hammer; pro Woche zahle ich 100 Dollar (alles inklusive); im hostel momentan 220 Dollar.

Das sind zwei Erfolgserlebnisse, die mich moralisch erstmal wieder aufmuntern und mir gezeigt haben, dass immer irgendwas geht, man muss es einfach nur probieren. Und so sehe ich das auch mit den Jobs, ich nehme einfach jede sich ergebende Gelegenheit war.

Wie gesagt, bis Dienstag bin ich erstmal auf Vancouver Island auf Entdeckungstour, da gibt es also hoffentlich wieder mehr Berichte und vorallem viele neue Fotos!

Thursday, September 24, 2009

von Grizzlys und Walen, Sonnenbrand und noch mehr Regenwald

Eine weitere ereignisreiche Woche neigt sich bald dem Ende und ich moechte Euch natuerlich ueber meine Taten der letzten Tage auf dem Laufenden halten.

Montag
Nachdem ich am Montag in erstaunlich kurzer Zeit ein Bankkonto eroeffnet hatte, machte ich mich bei allerschoenstem Wetter per Faehre und Bus auf den Weg zum Grouse Mountain, um dort die Gondola zu besteigen. Die Fahrt an sich ist mit fast 40 Dollar recht teuer und man kann das ganze extrem durch eine Besteigung des Berges auf 5 Dollar fuer die Rueckfahrt reduzieren, aber dazu konnte ich mich nicht durchringen, da es recht heiss war und ich ja auch immer noch meine ganze Kamera-Ausruestung mit mir rumschleppe. Die Fahrt mit der Gondola dauert ungefaehr 8 Minuten und waehrend dessen versuchte uns ein Angestellter ein paar Informationen zum Berg naeherzubringen, aber die Leute waren extrem unfreundlich und redeten einfach mit ihren Nachbarn weiter und wurden sogar immer lauter, um ihn zu uebertoenen. Sehr unverschaemt und ich haette gerne gehoert, was der junge Mann zu sagen hatte! Auf dem Berg angekommen, genoss ich die tolle Aussicht, nahm einen zweiten Lift hoch zum Aussichtspunkt, von dem man auch Paragliding haette machen koennen, sah mir die tolle lumberjack show an (das sind harte Kerle, die frueher die Baeume faellten und weiterverarbeiteten) und lies mir natuerlich auch die zwei Grizzly Baeren nicht entgehen, die auf dem Berg leben. Normalerweise sollte man in Reichweite von Grizzly Baaeren das Weite ergreifen, da sie exrem gefaehrlich sind, aber die zwei befanden sich hinter einem Zaun und haben Glueck, dass sie ueberhaupt noch leben. Normalerweise werden Baerenjunge, die ohne ihre Mutter aufgefunden werden von den Rangern erschossen, diese aber wurden am Leben erhalten und da die Zoos schon voller Baeren sind, wurde ihnen eine Behausung auf Grouse Mountain errichtet. Im 'theatre in the sky', dem Theater in den Sternen sah ich mir noch zwei Filme ueber die Entstehung der Infrarstruktur auf Grouse Moutain und die Grizzly Baeren an und als ich mit der Gondola wieder nach unten fuhr, war ich erstens ganz ordentlich verbrannt und zweitens auch muede von der guten Bergluft.

Dienstag
Ich hatte mich wieder fuer eine von Eriks Touren entschieden und diesmal sollte es neben einem etwas ausfuehrlicheren Stadtbummel auch wieder in Regenwald gehen und zwar diesmal in den Lynn Canyon. Auch dort gabs wieder einige stories aus der Traumfabrik, die in North Vancouver oefter mal unterwegs ist. Nachmittags zurueck in der Stadt gings nach Chinatown, zu dem ich ja bereits einen Abstecher gemacht hatte, aber neues gab es auch fuer mich zu sehen. Zum Beispiel das mit zwei Metern ehemals schmalste Gebaeude der Welt, die Auslagen der traditionellen Shops mit allen moeglichen und unmoeglichen Kraeutern, getrockneten Pilzen, Fischen und nicht zu identifizierenden Objekten. Im Uebrigen soll Vancouver eine sehr sichere Stadt sein und Erik meinte, es gaebe nur eine Gegend, in der man aufpassen sollte, da sich dort schraege Typen rumtrieben; Drogenabhaengige, Drogendealer und Leute mit mentalen Problemen. East Hastings sei das Gebiet und als wir dort waren (wir mussten da durch, um zu unserem Bus zu gelangen), erkannte ich das Gebiet sofort wieder. Ich war bereits dort gewesen am Samstag und da mir das ganze nicht geheuer war, hatte ich die Gegend sofort wieder verlassen. Spaeter besuchten wir noch die Oeffentliche Bibliothek und ich war ueberrascht von der Groesse, Architektur und der Effizienz, mit der der Bibliotheksbestand verwaltet wird. Sich bewegende Regale um nur einige Fakten zu nennen.

Mittwoch
Da es mit den Walen weder in Neuseeland noch in Australien geklappt hat, hatte ich mir das Whale Watching ganz fest fuer Kanada vorgenommen und da sich das Wetter schon seit Tagen so unglaublich und gar nicht der Jahreszeit entsprechend verhaelt, fand der Trip ganz spontan am Mittwoch statt. Zwischen Telefonat und dem eigentlichen an Board gehen lagen nur 2 Stunden und eine 30minuetige Taxifahrt, um zum Hafen von Richmond zu gelangen, was etwas ausserhalb von Vancouver downtown liegt. Begleitung hatte ich auch, ein Maedel aus dem franz. sprechenden Teil der Schweiz war dabei und zusammen quetschten wir uns in dicke rote Overalls, die als Wetterschutz (heute nur als Windschutz) und auch als Schwimmweste dienen sollten. Ausserdem griffen wir uns noch Handschuhe und eine Muetzte und schmierten uns mit Sonnenmilch ein. Wie ein Schneemann im Sommer fuehlten wir uns auf dem Weg zum Boot, waren aber spaeter ganz froh ueber unser dickes Fell, schliesslich schossen wir ueber das offene Meer und waren dem Wind ausgesetzt. Wir fuhren ca. 90 Minuten, bis wir endlich die ersten Killerwale, auch Orcas genannt, entdeckten. Drei Gruppen bewegten sich in unsere Richtung und so hies es nur noch abwarten. Wie sie so auftauchen, Luft schnappen und wieder abtauchen hat schon was mayestaetisches und falls man sich immer noch nicht so sicher ist, ob das ganze auch echt ist, dann weiss man es spaetestens dann, wenn man sie atmen hoert. Eine der Gruppen war recht verspielt und schien sich ein Spaesschen mit uns zu erlauben, denn wenn immer der Kapitaen den Motor anlies, um ihnen zu folgen, tauchten sie einfach unter, aenderten die Richtung und tauchten irgendwo hinter uns wieder auf. Fototechnisch war das ganze zwar kein so grosser Erfolg, da sie nicht wie Humphback Wale beim Untertauchen ihre Schwanzflosse nach oben strecken und das gelegentliche Hochspringen fand entweder viel zu schnell oder zu weit weg statt, aber toll war das Erlebnis trotzdem. Im Uebrigen war ich heute auch ganz offiziel in den Vereinigten Staaten von Amerika, denn das Gewaesser, in dem wir die Wale gesehen haben, gehoert zu den USA. Auf der Heimfahrt nickte ich kurz mal ein wenig ein und nach insgesamt knapp 5 Stunden und 190km kamen wir wieder in Richmond an. Dort assen wir erstmal unseren Lunch und genossen das Wetter in dem kleinen Hafenort. Auffaellig war das rege Treiben auf dem Pier und die vielen hysterischen Teenager Maedels und irgendwann hatten wir herausgefunden, was sich hier abspielte. Hollywood dreht hier gerade einen Film mit Kim Basinger (die war gar nicht da) und Zac Efron (wer? ja genau, wusste ich auch nicht, so ein jungscher Typ vom Highschool Musical) und da waren die Maedels hin und weg. Hinter uns unterhielten sich zwei Leute vom Set und so erfuhr ich, dass sie vor dem Abend gar nicht drehen wuerden, weil sie auf die Dunkelheit warten, aber das wussten die Maedels natuerlich nicht und rannten wie die aufgescheuchten Huehner von A nach B. Irgendwann fuhr dann mal ein grosser Wagen mit schwarzgetoenten Scheiben vor und Zac wurde in ein Restaurant gefuehrt (in dem auch gedreht wurde) und was da vor sich ging, koennt Ihr Euch nicht vorstellen! Ich dachte ich wuerde taub! Mit dem Taxi gings zurueck nach downtown und dort schnappte ich mir meine Kamera und fotografierte den Sonnenuntergang am English Beach und machte gleich noch ein paar Nachtaufnahmen in der Naehe vom Stanley Park.

Donnerstag
Ich finde es wahnsinnig schwierig hier in Kanada, eine prepaid SIM Karte fuers Handy zu finden. Fuer heute hatte ich es mir aber endgueltig vorgenommen, schliesslich bewerbe ich mich gerade und muss eine Telefonnummer angeben. Ich hatte mir zwar die Adresse eines Ladens rausgesucht, den ich aufsuchen wollte und schaffe es auch zur besagten Adresse, fand aber den Laden nicht. Nach langem Hin - und Herlaufen fand ich in einem der vielen unterirdischen Shoppingcenter endlich einen Anbieter und fragte dort einfach mal nach. Ich wurde sehr nett beraten und so machte ich dort einen Vertrag. In Kanada ist es naemlich so, dass prepaid viel zu teuer ist und man mit Vertrag guenstiger kommt und einem ausserdem noch viele Extras hinterher geschmissen werden. Nun gut, ne halbe Stunde spaeter war ich wieder draussen und nun habe ich endlich eine kanadische Nummer und kann wieder einen Punkt auf meiner Liste abhaken. Der Rest des Tages wurde mit Ueberarbeiten meines Lebenslaufes und Bewerben verbracht.

Sunday, September 20, 2009

von Erik, dem Wikinger, Schwenkbruecken und einer Zugfahrt ueber den Daechern Vancouvers

Irgendwie habe ich es noch immer nicht geschafft, mal einen ausfuehrlichen Blick in meinen Reisefuehrer zu werfen und so schloss ich mich am Freitag einer vom hostel organisierten gefuehrten Tour an, die von Erik, einem vor vielen Jahren ausgewanderten Daenen, geleitet und sogar im Lonely Planet empfohlen wird (das hatte ich wenigstens noch beim Durchblaettern entdeckt). Mit von der Partie waren 20 andere Gaeste des hostels und wir waren ein bunter Haufen, was Nationaliaeten betraf: Deutsche, Australier, Italiener, Brazilianer, Columbianer, Canadier, Belgier, Sri Lankaner und Briten. Erik zeigte uns nicht nur Sehenswertes in der Stadt, sondern zusammen fuhren wir erst mit der Faehre und dann mit dem Bus raus ins Gruene Richtung Grouse Mountain; dies wird ein Veranstaltungsort bei den Olympischen Spielen 2010 sein. Wir erklommen gluecklicherweise nicht den Berg, da dies nicht auf dem Programm stand, sondern verschwanden in den Wald in Vancouver North, auch gern als Hollywood North bezeichnet, denn neben Los Angeles und New York ist Vancouver die drittgroesste Produktionsstaette fuer die Traumfabrik und so kann man in Vancouver North und dem dort ansaessigen Wald oefter mal Dreharbeiten zu den verschiedensten Filmen und Fernsehserien beobachten. Neben einem angenehmen Spaziergang durch kanadischen Regenwald besuchten wir eine Stelle am Fluss, an der man die flussaufwaerts ziehenden Lachse beim Erklimmen der Hoehenmeter beobachten kann. Die meisten werden davon schon mal gehoert haben, zur Laichzeit schwimmen die armen Kreaturen flussaufwaerts und springen unzaehlige Male Stromschnellen hinauf, nur um zu ihrem Geburtsort zurueckzukehren und dort den Kreislauf von Neuem beginnen zu lassen und ihre Eier abzulegen. In dieser Station also sieht man in glaesernen Schaukaesten wie die Lachse die Stromschnellen hinauf springen, sich nach dieser Kraftanstrengung ausruhen um nach gewisser Zeit die naechste Huerde zu nehmen. Es ist nicht leicht, ein Lachs zu sein!

Danach gings weiter zur Capilano Suspension Bridge, nicht die hoechste und auch nicht die laengste Schwenkbruecke der Welt, aber man muss sich ja irgendein Extrem auf die Fahne schreiben und so sei es wohl die groesste Schwenkbruecke, wenn man die Laenge zur Hoehe ins Verhaeltnis setzt. Ah ja... Das Areal haben sie auf jeden Fall sehr schoen gestaltet und so gibt es dort auch einen Treetop Walk; man kann also auf in den Baeumen haengenden Bruecken von einem Baum zum naechsten laufen. Warum hat man sich da so viel Muehe gegeben? Also wenn ich Erik richtig zugehoert habe, sind die Baeume stark gefaehrdet, weil sie nicht sehr viel fruchtbare Erde um den Stamm liegen haben und wenn jeder dort rumtrampeln wuerde, waere die wenige Erde sofort verschwunden und die Baeume wuerden absterben. Man hat der Sachen ein Schnippchen geschlagen und die Bruecken gebaut und so kann man die schoenen grossen Baeume bewundern, ohne sie zu gefaehrden.

Zurueck im Souvenir Shop gabs leckeren Fudge, eine "karamellähnliche Süßigkeit aus Butter, Zucker und Milch" (danke leo.org) und ich lies mir ein bisschen was davon schmecken; gar nicht so einfach, aus all den verschiedenen Sorten zu waehlen!

Im Bus gings zurueck in die Stadt und dann ins hostel und die Zeit war wie im Flug vergangen, waren wir doch stattliche 9 Stunden unterwegs gewesen! Mit nur 28 Dollar ist diese Tour absolut ihr Geld wert und Erik verdient daran keinen Cent, weil er alles ehrenamtlich macht. Und wie man Geld spart, weiss er auch noch, schliesslich wuerde man weitaus mehr Geld zahlen, wuerde man diese Tour alleine machen wollen (aufgrund seiner jahrelangen Taetigkeit als Tourguide hat er bei der Suspension Bridge tolle Rabatte fuer seine Touren rausgeschlagen). Und weil er solch ein Herzchen ist, verteilte er nach der Tour noch weitere Vorschlaege, was man in Vancouver noch anstellen kann und wie man dabei Geld spart.

Als ich nach der Tour zurueck auf mein Zimmer ging, kam ich auch endlich mit den anderen Maedels ins Gespraech und so erfuhr ich, dass Nicole aus Neuseeland stammt (hoerte ich gleich an ihrem Akzent, Gott, wie habe ich den vermisst!), Helen aus Frankreich und Gemma aus England. Zusammen mit noch ein paar anderen Leuten gingen wir spaeter noch einen trinken.

Samstag lief ich dann nach dem Fruehstueck nach Chinatown und dies ist nach San Franciso das zweitgroesste Chinatown in Nordamerika. Allerdings fand ich es dort nicht sehr gemuetlich, ueberall sehr aermlich und runtergekommene Menschen und so packte ich erstmal meine Kamera weg, die ich bisher in den Haenden gehalten hatte. Gebettelt wurde komischerweise nicht, aber ich fuehlte mich trotzdem nicht sehr wohl in diesem Teil der Stadt und verlies es deshalb wieder recht schnell.

Ich folgte Eriks Rat und nutzte den Sky Train, um ein wenig Sightseeing zu betreiben und ausserdem einen Blick auf die Aussenbezirke von Vancouver zu werfen. Das Ding heisst Sky Train, weil die Schienen erhoeht gebaut sind und man meistens ueber den Strassen und vielen Daechern der Stadt dahin faehrt. Gute Aussicht garantiert! Danach gings zurueck ins hostel, um endlich mal ein bisschen zu recherchieren, was jobmaessig so in der Stadt geht und abends ging ich dann nochmal rauf auf den lookout Turm, diesmal allerdings mit Stativ, um laengere Belichtungzeiten bewerkstelligen zu koennen. Und diesmal bezahlte ich nur die Haelfte vom Preis, da man mit der hostel Mitgliedschaft tolle Prozente bekommt.

Sonntag widmete ich dann voll und ganz der Jobsuche und schrieb einige Bewerbungen. Mal schauen, was dabei rauskommt....